DOLPHINSWIM Institut & Reisebüro

Die Kind – Delphin – Interaktion

im Verhältnis zur Modifikation ausgewählter Verhaltensaspekte bei Kindern mit Behinderung im Rahmen der Alphatherapie

Eine exemplarische Darstellung der Dokumentarischen Methode im Bereich der Tiergestützten Therapie/ Delphintherapie

 

Mag. N. Trompisch¹, A. Hofmann²

¹ Institut DolphinSwim Alpha – Therapie, Zollergasse 14/5a, 1070 Wien/ Austria

² Institut für Psychologie, Friedrich- Schiller- Universität Jena, Jena, Germany

 

Zusammenfassung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Beobachtungen, welche einen Zugang zu den „konjunktiven Erfahrungsräumen“ der handlungspraktischen Welt der untersuchten Personen ermöglichen. Mittels der Dokumentarischen Methode zur Erschließung impliziten Wissens (Bohnsack, 2006) wurde so der Frage nach dem „modus operandi“ nachgegangen, dem der Praxis zugrunde liegenden Habitus von beobachteten Verhaltensweisen von Personen. In der vorliegenden Untersuchung wurde der Verlauf von Interaktionen bei drei autistischen Kindern während der Alpha- Therapie analysiert.

 

Einleitung

Zu Beginn der Arbeit erfolgt zunächst ein Überblick über die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Delphintherapie und der Forschungen zu Walen und Delphinen. Das Konzept der Alpha- Therapie integriert pädagogische, neurophysiologische und familiensystemische Dimensionen. Zudem wird der Begriff Interaktion hier als kleinste analytische Einheit definiert, angelehnt an die qualitative Sozialforschung.

 

Methoden

Die Interaktionen wurden im Rahmen eines Prä- Post- Follow- up- Designs und einer Verlaufsanalyse mittels Fragebögen (nach Stumpf, 2006), Videoaufnahmen und Interviews beobachtet und entsprechend der Dokumentarischen Methode (Bohnsack, 2006; Nohl, 2006) analysiert. Es wurden Daten von Eltern, Therapeuten und Therapiebetreuern aufgenommen. Bei der Analyse der Interviewdaten (Nohl, 2006) wurden folgende Schritte vorgenommen: Identifizierung zu transkribierender Interviewabschnitte mithilfe des thematischen Verlaufs, transkribierte Interviewabschnitte, formulierende Feininterpretation, reflektierende Interpretation. Die Vorgehensweise im Bereich der Videoanalyse beinhaltete folgende Aspekte: Auswahl und formulierende Interpretation der Sequenzen, Auswahl der Fotogramme, formulierende Interpretation der Fotogramme einschl. der vor- ikonografischen und ikonografischen Interpretationen, reflektierende Interpretation der Fotogramme einschl. der formalen Komposition bzgl. Perspektive, Planimetrie und szenischer Choreografie, ikonologisch- ikonische Videointerpretation und entsprechende Homologien aus Text und Ton, abschließende reflektierende Gesamtinterpretation mit einem Beispiel des Videotranskriptionssystems MoViQ. Die Dokumentarische Methode wurde in verschiedenen Aspekten modifiziert, um die Analyse der Verlaufsdaten zu ermöglichen, z.B. Zusammenfassungen vor- ikonografischer Interpretationen.

 

Ergebnisse

Die Videoanalyse ermöglichte die Beobachtung von Simultanität und Sequenzabfolge der Interaktionen. Dabei stellte die „individuell- komparative Analyse“ eine weitere Modifikation innerhalb der Einzelfallanalysen dar. Im Zusammenhang mit der Darstellung der kontrastierenden Orientierungsrahmen der drei Einzelfallanalysen, kristallisierten sich per Video und Interview, Differenzierungen von „impliziten Regelmäßigkeiten“ heraus, welche für die individuellen Handlungspraktiken bedeutsam erscheinen. Im Zuge der Bildung sinngenetischer Typen wurde der jeweilige Orientierungsrahmen eines Einzelfalls einer eigenen Typologie zugeordnet. Die Triangulation der Daten pro Kind/ Eltern bzw. der Einzelfälle insgesamt, zeigte Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die als Grundbausteine für spätere generalisierungsfähige Typenbildungen gelten können, um sie „…immer konturierter und auf immer abstrakteren Ebenen sichtbar zu machen…“ (Bohnsack, 2006, S.63).

 

Literatur

Bohnsack, R. (2009). Qualitative Bild- und Videointerpretation. Die dokumentarische Methode. Leverkusen Opladen & Farmington

Hills, MI/ USA: Verlag Barbara Budrich Publishers.

Breitenbach, E., von Fersen, L., Stumpf, E. & Ebert, H. (2006). Delfintherapie für Kinder mit Behinderungen. Analyse und

Erklärung der Wirksamkeit. Würzburg: edition bentheim.

Nohl, A.- M.; (2006). Interview und dokumentarische Methode. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV.

Trompisch, N. & Slunecko, T. (2007). Die Alpha- Therapie. Evaluation eines ganzheitlichen Delfintherapie- Konzepts. Wien:

Dolphinswim Print.

 

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